Kuchen,  Rezept

Kleine Käsekuchen mit Johannisbeeren

Aaaaahh, Hilfe, mein Käsekuchen fällt ein! Bei diesen kleinen Käsekuchen, die wir in Muffinformen backen, macht das nichts. Es ist sogar ein Muss, dass sie ein wenig in sich zusammenfallen, während sie auskühlen. Denn in die Mulden, die dabei entstehen, streichen wir unser superleckeres Johannisbeer-Gelee und legen einige Johannisbeeren obenauf. Schon ist die Fläche befüllt und beim Anscheiden läuft etwas frischer Johannisbeersaft in die fluffige Schicht Käsekuchen. Für uns ein Must Have in jedem Sommer, denn die leicht säuerliche Note der Johannisbeeren harmoniert super mit der cremigen und zitronigen Schicht Käsekuchen. Die Käsekuchen in der Muffinform sind übrigens eine kleine Variante unseres großen Käsekuchens, den wir bald mit einer bunten Beerenmischung backen.

Käsekuchen mit Johannisbeeren
Frische Johannisbeeren
Mürbeteig in einer Muffinform
Creme für Käsekuchen in der Muffinform
Käsekuchen mit Johannisbeeren

Tortenguss selbstgemacht

Damit die Johannisbeeren gut auf den Küchlein halten, verwenden wir eine einfache, selbstgerührte Variante von Tortenguss. Er basiert schlussendlich nur auf Saft, in diesem Fall auf Schwarzem Johannisbeersaft. Den erhitzen wir, nehmen drei bis vier Eslöffel Saft ab und vermischen ihn mit etwas Speisestärke. Zurück in den heißen Saft geschüttet und kräftig gerührt, dickt die Masse langsam an – und wird während des Auskühlens immer fester. Von dieser Mixtur löffeln wir etwa einen Esslöffel in die Mulden der kleinen Käsekuchen – und schon haben die frischen Beeren einen Untergrund, auf dem sie bestens Halt finden. Tipp: Damit sich die kleinen Käsekuchen gut aus der Form lösen lassen, legen wir unter die kleinen Mürbeteig-Böden Backpapier, das wir kreisrund zurechtschneiden.

Käsekuchen mit Johannisbeeren
Käsekuchen mit Johannisbeeren
Käsekuchen mit Johannisbeeren
Käsekuchen mit Johannisbeeren

Cremiger Käsekuchen mit Quark

Worüber wir selbst immer wieder staunen: Unser Käsekuchen basiert allein auf Quark. Er kommt also ohne Mascarpone, Sahne oder Frischkäse aus, und ist trotzdem herrlich cremig. Fast ein bisschen à la American Cheescake, obwohl Oma, von der das Grundrezept für unsere Käsekuchen stammt, die amerikanische Variante gar nicht kannte. Apropos Grundrezept. Wir lieben Vielfalt. Aber als Grundlage für viele unserer Käsekuchen dient immer wieder ein- und diesselbe Füllung. Spiel in die Rezepte bringen meist die Böden oder das Obst, in diesem Fall die Beeren. Die könnt ihr natürlich super einfach austauschen. Die kleinen Käsekuchen schmecken auch prima mit Heidelbeeren, Kirschen, Him- oder Brombeeren. Und beim nächsten Mal nutzen wir unsere Muffinform dann wieder für original Muffins. Uns schwebt schon ein Herbstrezept mit Zimt und Schokolade vor. Bis dahin, guten Appetit!

Käsekuchen mit Johannisbeeren

Rezept Kleine Käsekuchen mit Johannisbeeren

Zutaten für 12 Küchlein, gebacken in Muffinformen

FÜR DEN BODEN

  • 70 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker (oder ein Päckchen)
  • 120 g kalte Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 220 g Mehl

FÜR DIE FÜLLUNG

  • 2 Eier
  • 120 g Zucker
  • 2 EL Vanillezucker (oder 2 Päckchen)
  • 500 g Quark (40 Prozent)
  • Saft und Abrieb einer Zitrone
  • 1 gehäufter EL Speisestärke

FÜR DEN GUSS

  • 0,3 l schwarzer Johannisbeersaft
  • 1 bis 2 EL Speisestärke

FÜR DEN BELAG

250 g Johannisbeeren

Zuerst den Mürbeteig herstellen. Dafür die Zuckersorten, Butter in Stücken und das Ei leicht verkneten. Dann die Prise Salz und das Mehl zugeben und die Zutaten weiterkneten, bis sich alle Zutaten gut miteinander verbunden haben und keine Butterstücke mehr zu sehen sind. Den Teig für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen – oder für 15 Minuten in das Gefrierfach geben.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Den Teig ausrollen und etwa 0,5 Zentimeter dicke Kreise ausstechen. Die Kreise in die Böden der Muffinformen legen und leicht andrücken. Wir legen vorher kreisrund ausgeschnittenes Backpapier in die einzelnen Böden der Muffin-Form. So lassen sich die kleinen Käsekuchen später besser auslösen.

Mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen und die Mürbeteig-Kreise 5 bis 10 Minuten vorbacken, je nachdem, wie braun ihr sie mögt.

In der Zeit die Käsekuchen-Creme rühren. Dafür die Eier mit dem Zucker kräftig aufschlagen bis sich eine cremige Masse ergibt.

Die Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Den Saft und den Abrieb zusammen mit einem Esslöffel Speisestärke in den Quark einrühren. Das Quark-Gemisch mit einem Schneebesen unter die Eier-Masse heben.

Die Käsekuchen-Masse portionsweise in die einzelnen Muffin-Formen füllen. Die Formen sollten etwa zu Zweidrittel gefüllt sein.

Die kleinen Käsekuchen etwa 40 bis 45 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Den Backofen ausstellen und die Form etwa 5 Minuten bei geöffneter Tür im Ofen belassen.

Den schwarzen Johannisbeersaft erhitzen. 3 Esslöffel des erwärmten Safts abnehmen und mit der Speisestärke verrühren. Die Speisestärke in den Topf geben und unter Rühren aufkochen, bis der Saft andickt. Lauwarm auskühlen lassen.

Die kleinen Käsekuchen aus der Form lösen. Mit einem Löffel etwas angedickten Saft darauf verteilen und Johannisbeeren obenauf legen. Fertig!

Zubereitungszeit (ohne Backen): 40 Minuten / reine Backzeit: 40 bis 45 Minuten / Backtemperatur: 180 °C Ober- und Unterhitze / Schwierigkeitsgrad: einfach, aber etwas aufwändiger / Haltbarkeit: Im Kühlschrank halten die Käsekuchen zwei Tage sehr frisch, am dritten Tag werden sie langsam etwas trockener.

Woher kommen Quark und Käse?

Wir waren zu Besuch in einer Käserei. Lust auf noch mehr Beeren? Oder selbstgemachte Marmelade? Hier geht’s zum Einkochen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.