Brötchen,  Rezept

Kräuterbrötchen

Ein Tipp vorab: Das erste Brötchen unbedingt warm genießen! Dann ist es zwar noch leicht gatschig im Inneren, aber wir mögen das bei Brötchen ja ganz gern; ähnlich wie bei Kuchen, von dem wir das erste Stück meist warm abschneiden. Außer wir machen Fotos. Dann bleibt das Gebäck ganz. Was manchmal die Arbeit erschwert, weil zu langes Fotografieren – also über die Kaffee- und Kuchenzeit hinaus, die schlechte Laune meines Mannes provoziert. Aber das ist ein anderes Thema …

Und bei den Kräuterbrötchen sowieso keines. Weil eines von den neun bis zehn guten Stücken, die unsere Teig-Menge hergibt, ruhig im Magen landen darf. Stört kein Bild. Acht sehen auf dem Auskühlgitter auch dufte aus, finden wir. Und apropos auskühlen: Wer kein Freund des Lätschen ist, braucht nur etwas Geduld. Nach gut einer Stunde sind die Kräuterbrötchen auch im Inneren kross und fest geworden.

Kräuterbrötchen mit frischem Kräuterquark
Frischer Schnittlauch
Rotes Basilikum
Kräuter hacken

Was das Brötchen zum Kräuterbrötchen macht?

Feel free. Ob Petersilie, Thymian, Majoran, Kerbel, Zitronengras, Salbei oder Oregano,  in die Kräuterbrötchen kann hinein, was schmeckt. Wir haben uns heute für rotes und grünes Basilikum entschieden, das wir mit einer Portion Schnittlauch mischen. Von den Blättern und Stilen hacken wir gut zwei Handvoll frisch, legen sie auf den länglich ausgerollten Teig, klappen ihn von beiden Seiten zu, fixieren die Enden und kappen mit einem Teigschaber freestyle Portionen ab, die wir noch einmal in Mehl wenden und ohne größeres Chi-Chi auf das Backblech legen. Ofen an, knapp 40 Minuten gebacken, fertig sind die frischen Brötchen.

Kräuter hacken
Teig für Kräuterbrötchen
Frische Kräuterbrötchen

Was Brötchen und Brot anbelangt, sind wir ja eher Puristen. Kommt die Backware frisch  aus dem Ofen, fehlt nicht viel zu unserem Glück außer etwas Butter, Frischkäse oder in diesem Fall Kräuterquark. Den rühren wir schnell aus 250 Gramm vollfettem Quark (alternativ aus Magerquark mit etwas Leinöl), salzen und pfeffern ihn kräftig und schnibbeln ein paar passende Kräuter hinein. Love!

Kräuterbrötchen mit Kräuterquark
Selbstgemachte Kräuterbrötchen
Selbstgemachte Kräuterbrötchen
Selbstgemachte Kräuterbrötchen

Unser Must have auf der Party

Wenn ihr also nach einem schnellen, einfachen Rezept für herzhafte Brötchen sucht, ein Picknick oder eine Party plant, dann kommt ihr an den Kräuterbrötchen unschwer vorbei. Okay, das ist jetzt streng subjektiv, natürlich. 🙂 Ohne Zweifel ist indes: Die Kräuterbrötchen sind herrlich leicht zuzubereiten (klebt nix!), sie schmecken sowohl lauwarm als auch kalt und sind auch am nächsten Tag noch problemlos zu genießen. Spätestens am zweiten Tag müsstet ihr sie allerdings toasten. Haben wir auch schon gemacht – und mit einem frisch gekochten Ei genossen. So, genug der Schwärmerei. Lust auf das Rezept? Wie immer, noch ein bisschen weiter gescrollt, und schon seid ihr da. Guten Appetit!

Selbstgemachte Kräuterbrötchen
Selbstgemachte Kräuterbrötchen

Rezept Kräuterbrötchen

Zutaten für 8 mittelgroße oder 10 kleinere Brötchen

ZUTATEN

  • 200 g Vollkornmehl
  • 200 g Weißmehl
  • 2 EL Olivenöl
  • 270 / 300 ml Wasser
  • ½ Würfel Hefe
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 TL Salz
  • 2 Handvoll frische Kräuter (Wir haben rotes Basilikum, grünes Basilikum und Schnittlauch genommen)

Zuerst die beiden Mehlsorten vermischen und in eine Schüssel geben. Eine Mulde bilden, die Hefe hinein bröseln und mit etwas lauwarmen Wasser übergießen. Warten, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mit einem Holzstab verrühren.

In der Zeit die beiden Möhren schälen und fein raspeln. Dann die geraspelten Möhren, Olivenöl und das übrige Wasser zu Mehl und Hefe geben und kräftig verquirlen. Zuletzt das Salz hinzufügen und weiter quirlen, bis sich der Teig zu einer homogenen Masse verbunden hat. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für eineinhalb Stunden gehen lassen.

Kräuter hacken.

Den Teig auf einer kräftig eingemehlten Fläche rund wirken, dann zu einer länglichen dicken Wurst formen und sanft platt drücken. In die Mitte die gehackten Kräuter legen, den Teig von den Längsseiten her zusammenfalten, rund rollen, an den Enden zudrücken ein weiteres Mal rollen. Mit einem Schaber Teig-Stücke abstechen, im Mehl wälzen und die Teiglinge auf ein Backblech setzen.

Im vorgeheizten Backofen backen die Kräuterbrötchen bei 200 °C Ober- und Unterhitze zwischen 30 und 40 Minuten. Wir nehmen sie heraus, wenn sie mittelbraun geworden sind. Meist schneiden wir aber eines der Brötchen an und checken, ob es im Inneren  schon durch oder noch zu gatschig ist. Leicht gatschig ist okay, denn die Kräuterbrötchen verändern beim Auskühlen noch ihre Konsistenz. Zu gatschig heißt bei uns: Sie brauchen noch etwa 10 Minuten.

Zubereitungszeit der Kräuterbrötchen (ohne Back- und Gehzeiten): 30 Minuten / Backzeit: 30 bis 40 Minuten / Backtemperatur: 200 °C Ober- und Unterhitze / Schwierigkeitsgrad: einfach / Haltbarkeit: Die Kräuterbrötchen halten zwei Tage frisch, getoasted sind sie aber auch am dritten Tag noch lecker.

Die Kräuter für unsere Kräuterbrötchen

haben wir in der Gärtnerei Gut Bliestorf geholt. Lust auf ein weiteres Brötchen-Rezept? Wie wäre es mit unseren Müslibrötchen?

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