Kuchen,  Rezept

Saftiger Zitronenkuchen

Wenn uns jemand nach unserem Lieblingskuchen fragt, schwanken wir immer bei der Antwort. Es sind eindeutig die Klassiker, die zu unseren Lieblingen zählen. Marmorkuchen. Käsekuchen. Oder aber dieser saftige Zitronenkuchen, den ich, Michaela, bereits aus meiner Kindheit kenne. An der Rezeptur hat sich seither wenig verändert. Obwohl, das stimmt nicht ganz. Im Vergleich zu meiner Mutter und meiner Großmutter habe ich die Menge der Zitronen eindeutig nach oben geschraubt. Und damit meine ich sowohl die Menge des Abriebs. Als auch den frischen Saft, den ich diesem Zitronenkuchen untermenge. In Zahlen: 100 ml frisch gepresster Zitronensaft steckt in ihm und verleiht ihm eine super tolle Saftigkeit. Und natürlich einen einzigartig zitronigen Geschmack.

Ein Stück saftiger Zitronenkuchen auf einem Teller. Der Fokus liegt auf der schönen, fluffigen Porung.
Wir stechen unseren Zitronenkuchen nach dem Backen mit einem Spieß ein. Er bekommt Löcher, damit später der Guss in den Kuchen fließt.
Unser selbst gemachter Zitronenguss fließt auf den frisch gebackenen Zitronenkuchen.
Unser fertig glasierter Zitronenkuchen steht auf dem Kaffeetisch.

Zitronigster Kuchen ever

Generell wird bei diesem Kuchen nicht gegeizt. Oder anders, wir ziehen alle Register, damit er am Ende das Prädikat bester Zitronenkuchen ever auch wirklich verdient. Die Rechnung ist einfach: Der Abrieb von drei Zitronen plus frischer Zitronensaft plus Löcher im Kuchen sorgen für einen extremen Frischekick. Gibt es sonst noch einen Trick? Ja, eben jene Löcher!

Die Stäbchenprobe kennt wohl jeder; also jenen Kniff, ein Stäbchen in den Kuchen zu stecken, um zu prüfen, ob der Kuchen durch ist, wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt. Wir stecken das Stäbchen aber nach dem Backen erneut in den Kuchen. Mehrfach. Etwa 30 Mal, und zwar auf der gesamten Oberfläche. Fließt nun der selbst gemachte Zitronenguss über den Kuchen, bahnt sich der auch seinen Weg in das Innere des Kuchens. Das erhöht nicht nur die Haltbarkeit. Sondern gibt ihm bei aller Fluffigkeit auch eine leicht gatschige Note. Leicht! Denn zu gatschige Kuchen mögen wir nicht.

Wir haben unseren saftigen Zitronenkuchen angeschnitten und ein Stück auf einen Teller gehoben.
Im Vordergrund ist ein Stück Zitronenkuchen auf dem Teller zu sehen. Im Hintergrund heben wir ein zweites Stück aus dem ganzen Kuchen heraus.
Im Vordergrund ist ein Stück Zitronenkuchen zu sehen. Auf die Spitze fällt Licht und zeigt die schöne gelbe Farbe.
Blick auf die Kaffeetafel mit dem Zitronenkuchen.
Nachaufnahme auf den ganzen Kuchen. Mit einem Kuchenheber heben wir gleich das angeschnittene Stück Zitronenkuchen hinaus.
Nahaufnahme in das Innere des Zitronenkuchens. Zu sehen ist die fluffige Konsistenz.

Zitronenkuchen mit Bio-Zitronen, logisch!

Nein, wir haben bei der Bildbearbeitung nicht getrickst. Auch dies ist der Verdienst der vielen Zitronen: eine satte gelbe Farbe, die den Zitronenkuchen ohne viele Worte als Zitronenkuchen identifiziert. Es versteht sich fast von selbst: Natürlich nutzen wir für diesen Kuchen nur Zitronen, die biologisch angebaut wurden. Wir finden, das sieht man und das schmeckt man. So gelb und frisch ist der Kuchen meiner Oma – bei aller Ehre für und Liebe zu ihren Backkünsten – nie geworden. Denn als ich bei ihr als Kind einen Zitronenkuchen naschte, war das Wort Bio-Zitrone längst nicht so weit verbreitet wie es das heute ist.

Zwei Stück saftiger Zitronenkuchen auf der Kaffeetafel.

Rezept saftiger Zitronenkuchen

Zutaten für eine Springform Ø 24 / wahlweise Ø 26

FÜR DEN TEIG

  • 3 Bio-Zitronen (Abrieb und Saft)
  • 250 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 100 ml Milch
  • 200 ml Öl
  • 250 g Mehl
  • 50 g Stärkemehl (alternativ 300 g Mehl insgesamt)
  • 1 Päckchen Backpulver

FÜR DEN GUSS

  • 250 g Puderzucker
  • 5 bis 6 EL Zitronensaft

Für den Zitronenkuchen zuerst die Zitronen abreiben und den Saft auspressen. Insgesamt sollten es 100 ml Saft werden. Bei uns kommt das mit den 3 Zitronen hin, hängt aber natürlich von den jeweiligen Zitronen ab.

Den Zitronenabrieb mit Mehl und Backpulver vermengen.

In einer gesonderten Schüssel die Zuckersorten mit der Prise Salz und den Eiern sehr cremig schlagen. Zitronensaft, Milch und Öl mit einem Schneebesen unter die Ei-Zucker-Mischung heben.

Die trockenen zu den flüssigen Zutaten geben und mit dem Schneebesen kräftig verrühren.

Den Kuchen bei 180 °C Ober- und Unterhitze für circa eine Stunde backen. Sollte der Kuchen in den letzten Minuten auf der Oberfläche zu dunkel werden, abdecken.

Den Zitronenkuchen aus der Form lösen und lauwarm abkühlen lassen. In dieser Zeit aus Puderzucker und Zitronensaft (wahlweise Wasser) den Guss anrühren.

Auf der Oberfläche Löcher in den Zitronenkuchen einstechen, dann mit dem Guss einstreichen. Da der Zitronenguss so auch in den Kuchen fließt, wird er noch saftiger.

Zubereitungszeit (ohne Backzeit): 20 Minuten / reine Backzeit: circa 1 h / Backtemperatur: 180 °C Ober- und Unterhitze / Schwierigkeitsgrad: einfach / Haltbarkeit: Der Zitronenkuchen hält extrem lange frisch. Bei uns schmeckt er auch am vierten Tag noch sehr frisch, die Konsistenz bleibt fluffig.

Zum Thema Bio-Zitrone

… haben wir ein Interview mit dem italienischen Landwirt Renato Gibilisco geführt. Mit seinen Zitronen haben wir nicht nur diesen Zitronenkuchen, sondern auch unser Zitroneneis gemacht.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.