Brot,  Rezept

Sauerkrautbrot

Dieses Brot haben wir zum allerersten Mal gebacken. Geraspelte Möhren im Teig kannten wir und wir mögen sie sehr, weil sie der Krume eine schöne Saftigkeit verleihen. Wie sich aber Sauerkraut im Teig verhält, war für uns ein Experiment. Gestartet haben wir es aus zwei Gründen: Zum einen wollten wir wissen, ob sich Sauerkraut ähnlich positiv auf die Saftigkeit auswirkt wie die Möhren-Raspeln? Zum anderen sind wir schlicht und ergreifend absolute Sauerkraut-Fans. Wir beziehen es jedes Jahr frisch von einem unseren liebsten Höfe in der Region – und können den Januar kaum erwarten, wenn aus dem Weißkohl die eingelegte, fermentierte Rohkost geworden ist. Dann essen wir Sauerkraut als so ziemlich alles. In roh. Gekocht. Im Auflauf verbacken. Und jetzt also auch im Brot …

Ein Landwirt erntet im September Weißkohl auf dem Feld
Regionales Sauerkraut, angerichtet in einer Schale. Es wird Zutat für unser Sauerkrautbrot.
Ein Foto von oben: Zu sehen sind darauf ein Kopf Weißkohl, eine Schale mit frischem Sauerkraut und ein fertig gebackenes Sauerkrautbrot.
Unser Sauerkrautbrot, fotografiert von der Seite. Es ist gerade aus dem Ofen gekommen und hat eine sehr knusprige Kruste.

Schmeckt man das Sauerkraut durch?

Unschwer zu erkennen: Wir würden sagen, das Experiment ist geglückt. Ähnlich wie beim Möhrenbrot wird die Krume herrlich feucht und saftig (ohne den Teig zu verkleben). Geschmacklich ist das Kraut allerdings intensiver als die Möhre, die sich im Brot – oder im Kuchen – eher dezent im Hintergrund hält. Sauerkraut riecht und schmeckt man durch. Wir würden sagen, es ist nach dem Backen noch zu 30 Prozent präsent. Aber genau das fanden wir toll, weil es für Abwechslung in unserem Brot-Sortiment sorgt.

Wir haben das Sauerkrautbrot auf einem Brett angeschnitten. Daneben steht ein Schälchen mit selbst gemachter Kräuterbutter.

Was passt aufs Sauerkrautbrot?

Wir werden das Sauerkrautbrot in jedem Fall wieder backen. Unser Fazit: Es ist einfach gemacht, hält lange frisch und enthält mit Vollkornmehl, Leinsamen und der gehörigen Portion Kraut wenige basale Zutaten, die das Sauerkrautbrot zu einem echten Ballaststoff-Pfund machen. Unsere Empfehlung für Austriche oder Belag: Marmelade würden wir jetzt nicht unbedingt darauf essen. Honig hingegen fanden wir auf dem Sauerkrautbrot sehr lecker. Am besten haben uns die Brotscheiben aber mit würzigem Käse oder, noch schlichter, mit etwas Kräuterbutter und frischer Kresse geschmeckt.

Die krosse Kruste des Sauerkrautbrots, fotografiert von oben.
Eine Scheibe Sauerkrautbrot auf einem Teller. Wir haben es mit Butter bestrichen und Kresse darauf gestreut.
Wir haben mehrere Scheiben vom Sauerkrautbrot abgeschnitten. Sie liegen auf einem Frühstücksbrett.
Nahaufnahme der Scheibe Butterbrot mit Kresse.

Rezept Sauerkrautbrot

Zutaten für ein Brot à circa 1 kg / passt auch in eine Kastenform mit der Kantenlänge 30 cm

  • 250 g Weizenvollkornmehl
  • 200 g Weizenmehl Typ 1050
  • 100 g Leinsamen
  • 250 g Sauerkraut
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 5 g Hefe
  • 15 g Salz
  • nach Geschmack Brotgewürz (wir haben 3 EL genutzt, darin sind enthalten Anis, Fenchel und Koriandersaat)

Für das Sauerkrautbrot zunächst die Mehlsorten und Leinsamen in einer Schüssel vermischen. Eine Kuhle formen. Hefe in etwas Wasser auflösen, in die Kuhle geben, das übrige Wasser, Sauerkraut und nach Belieben Brotgewürz zufügen und die Zutaten etwa 8 Minuten verkneten, bis sich ein elastischer Teig ergibt. Währenddessen das Salz einrieseln lassen.

Den Teig 10 bis 12 Stunden zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Dann auf einer leicht bemehlten Fläche kurz wirken und entweder in einem Gärkörbchen oder in einer Kastenform zugedeckt bei Zimmertemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis der Teig sein Volumen um etwa ein Drittel vergrößert hat.

Das Sauerkrautbrot im vorgeheizten Ofen bei 250 °C Ober- und Unterhitze anbacken, nach 15 Minuten die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 50 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

Zubereitungszeit (ohne Back- und Gehzeiten): 30 Minuten / reine Backzeit: circa 1 Stunde /Backtemperatur: zunächst 250 °C Ober- und Unterhitze, nach 15 Minuten die Temperatur auf 200 °C senken / Schwierigkeitsgrad: einfach / Haltbarkeit: Das Sauerkrautbrot hatte bei uns sogar noch am vierten Tag eine leicht feuchte Krume, hält also sehr lange frisch.

Mit Gemüse im Teig

… haben wir auch unsere Rote Bete Brötchen gebacken. Oder habt ihr Lust auf einen Brot-Aufstrich mit Gemüse? Wir mögen gerade unseren Möhren-Dip sehr gern.

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