Gebäck,  Rezept

Zimtschnecken in Blumenform

Mmmmhhh … Was sollen wir sagen? Wir würden sie wieder machen? Ja, doch, sicherlich. Sonst stünden sie ja nicht hier. Und wir finden die Zimtschnecken in Blumenform auch herzallerliebst. Vor allem als österliches Gebäck. Aber das Fertigen, alias Selbermachen, dieser kleinen Schnecken erfordert doch etwas Geduld. Geduld, die ich, Michaela, eigentlich bei Gebäcken nicht so besitze. Weshalb ich auch eher zu großen, richtigen, im Sinne von handfesten Zimtschnecken tendiert hätte. Aber mein Mann, ja der liebt solche hübschen filigranen Gebäck-Kunstwerke. Und da ich ihn gefragt habe, ob wir diese Zimtschnecken in Blumenform – oder nicht doch lieber vielleicht diese handfesten großen Exemplare backen sollen?!?! – hatte ich „verloren”. Wobei das Wort ja nicht ganz zutrifft. Denn am Ende haben sie mir richtig gut gefallen, diese Schnecken im Mini-Format. Und zu Ostern kann man ja mal ein Schippchen drauf legen. Oder was meint ihr?

Kleine Zimtschnecken im Blumeformat, ein tolles Geback nicht nur zu Ostern. Das Foto zeigt fertig gebackene Zimtschnecken auf einem Tablett, von dem wir eine Schnecke mit eienr Zange herunternehmen.
Das erste von mehreren Step-by-Step-Fotos: Wir haben den Teig für unsere Zimtschnecken ausgerollt und mit der Fülung aus Zucker, Zimt und Kakao eingestrichen.
Wir rollen den Teig mit der Füllung auf.
Wir schneiden die erste Teig-Rolle für unsere Zimtschnecken im Blumenfomat von der Teigplatte ab.
Wir haben das Ende der abgeschnittenen Rolle zu einer Naht zusammengedrückt, damit keine Füllung auslaufen kann.
Von den einzelnen Rollen haben wir einzelne Stücke abgeschnitten. Auf der Arbeitsplatte liegen mehrere kleine Zimtschnecken, die wir gleich zu Blumen zusammensetzen.
Nahaufnahme der kleinen Zimtschnecken.
Wir haben die einzelnen Mini-Zimtschnecken zu Blumen zusammengesetzt. Dafür haben wir jeweils sechs kleine Gebäcke genommen und kreisrund überlappend auf ein Backblech gesetzt.
Ein Blech mit fertig gebackenen Zimtschnecken, die wir in Blumenform angeordnet haben.

Ein paar Tipps zur Zimtschnecke

Wie wir sie gedreht haben? Bevor ich mich, ähnlich wie beim Fertigen in der Geduld, jetzt auch in Worten verliere, haben wir uns für eine kleine Making-Of-Bildfolge entschieden. Wobei, ganz ohne Erklärung kommt die Zubereitung dann doch nicht aus. Damit euch die Zimtschnecke möglichst perfekt gelingt, haben wir noch ein paar Tipps vorab, beziehungsweise zusätzlich zum Rezept, das wir euch wie immer unten auf der Blog-Seite eingestellt haben.

Tipps 1: Die einzelnen Zimtschnecken solltet ihr nach dem Schneiden noch einmal mit der Hand rund formen und leicht platt drücken. Tipp 2: Die Oberfläche der Zimtschnecken solltet ihr vor der Gehzeit UND vor dem Einschieben in den Ofen mit Ei einstreichen. So trocknen die Schnecken auch während der Stunde Gehzeit nicht aus und bleiben möglichst glatt auf der Oberfläche. Tipp 3: Wir haben den Teig immer auf etwa 3 Zentimeter Höhe aufgerollt und dann von der gesamten Teig-Platte abgeschnitten. Vergesst auf keinen Fall die Schnittkante, die dabei entsteht, mit der Rolle mittels einer Naht zu verbinden. Sonst läuft euch die Füllung während des Backens aus. Aber das, und hier kommt noch einmal unsere Bildfolge ins Spiel, seht ihr auch auf einem der Fotos oben.

Es ist angerichtet: Die Zimtschnecken im Mini-Format stehen auf dem Kaffeetisch. Mit einer Zange haben wir die erste auf einen Teller gehoben.
Die Aufnahme zeigt die Kaffeetafel mit fertig gebackenen Zimtschnecken von oben. Für uns sind sie das perfekte Hefegbäck zu Ostern.
Mit einer Zange heben wir eine kleine Zimtschnecke von einer Gebäck-Platte.

Kleine versus große Zimtschnecke

Und nun, zum Ende, bin ich untentschlossen, wer denn nun Recht hatte in der Wahl des Rezepts, mein Mann oder ich? Für die Zimtschnecken im Blumenformat spricht auf jeden Fall, ach was, hört, hört, die Optik. Und ja, auch der Geschmack ist wirklich dufte. Ist das aber all die Arbeit wert? Laut unabhängiger Betrachter, namentlich der Nachbarn, die dieses Gebäck verkosten durften, eindeutig: ja. Oder anders: Die Überraschung war groß („Wie habt ihr denn DIE gemacht?!”). Größer als sie uns wahrscheinlich bei einer herkömmlichen Zimtschnecke gewiss gewesen wäre.

Die große Schnecke aber hat den klaren Vorteil, dass sie schneller gerollt ist. Und auch länger frisch hält. Deshalb folgt auf dem Fuße noch Tipp 4: Diese kleinen Exemplare solltet ihr auf jeden Fall am Tag des Backens essen. Da der Teig nicht so dick ist wie bei den größeren Zimtschnecken-Brüdern und -Schwestern trocknet er auch schneller aus. Im Wettbewerb Zimtschnecke gegen Zimtschnecke würde ich sagen: Es herrscht Gleichstand. Remis! Aber wie stets, entscheidet selbst, und teilt uns dann gern eure Meinung über die Zimtschnecken im Blumenformat mit. Bis dahin, gut back, Michaela und Rainer!

Nahaufnahme einer Zimtschnecke, die wir gerade von der Gebäck-Platte nehmen.
Wir haben den Fokus auf die Zimtschnecke gelegt, die auf dem Teller liegt. Zu sehen ist auch der Hagelzucker, den wir auf die Oberfläche gestreut haben.
Letztes Bild: Die Zimtschnecke liegt auf einem Teller, im Hintergrund ist die ganze Platte zu sehen, auf der mehrere Zimtschnecken im Mini-Format liegen.

Rezept Zimtschnecken in Blumenform

Zutaten für 24 Schnecken / Ø circa 10 cm

FÜR DEN TEIG

  • 500 g Mehl Typ 550
  • 3 g Frischhefe
  • 40 g Zucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 260 ml Milch
  • 50 weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

FÜR DIE FÜLLUNG

  • 160 g (brauner) Zucker
  • 2 gehäufte TL Zimt
  • 2 EL Kakao

ZUM EINSTREICHEN & BESTREUEN

  • 1 verquirltes Ei
  • 2 Handvoll Hagelzucker

Für den Hefeteig zunächst Milch und Butter lauwarm erhitzen (NICHT über 40 °C, sonst stirbt die Hefe). Etwas Milch abnehmen, Hefe hineinbröseln, Zucker zugeben und warten, bis sich die Hefe aufgelöst hat.

Das Hefe-Gemisch in eine Mulde des Mehls geben, übrige Milch, Ei und Salz zufügen und alle Zutaten etwa 5 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen 2 Stunden bei Zimmertemperatur zugedeckt gehen lassen. Je nach einer Stunde strecken und falten. Optional mit 1 TL Öl einstreichen und mindestens 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Den Teig vor der Weiterverarbeitung eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen, in zwei Teile teilen und je ein Teil auf einer leicht bemehlten Fläche kurz wirken und zu einem Rechteck von circa 20 x 30 cm ausrollen.

Zucker, Zimt und Kakao vermischen und die Hälfte dieser Mischung auf dem ersten Rechteck verteilen. Dabei circa 1 cm Rand frei lassen. Jetzt den Teig straff aufrollen, bis die Rolle etwa 3 Zentimeter hoch ist. Die Rolle mit einem Messer vom übrigen Teig trennen und am offenen Ende mittels Naht verschließen.

Stücke von einem Zentimeter Breite abschneiden, diese nochmal rund formen und leicht platt drücken. Sechs Stück der Mini-Zimtschnecken überlappend in einem Kreis zu Blumen anordnen und auf ein Backblech setzen. Dabei etwas Abstand zwischen den Gebäcken lassen.

Ei verquirlen, einzelne Zimtschnecken in Blumenform damit einstreichen, und eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen. Noch einmal mit Ei einstreichen, etwas Hagelzucker darüber streuen und im vorgeheizten Ofen bei 190 °C Ober- und Unterhitze circa 20 Minuten backen, bis die Schnecken goldbraun geworden sind. Guten Appetit!

Zubereitungszeit (ohne Back- und Ruhezeiten): 1 h 30 / reine Backzeit: circa 20 Minuten / Backtemperatur: 190 ° Ober- und Unterhitze / Schwierigkeitsgrad: mittel / Haltbarkeit: Die Mini-Zimtschnecken im Blumenformat schmecken warm am besten. Kurz aufgebacken sind sie aber auch am zweiten Tag noch lecker.

Mit dem Teig der Zimtschnecken

… haben wir auch unseren einfachen Hefezopf gebacken. Und wenn ich hier einfach schreibe, so meine ich einfach, garantiert! Oder habt ihr Lust auf einen Möhrenkuchen? Wir backen den Klassiker mit einem hohen Anteil an Gemüse und Nüssen. So wird er super saftig, ohne Zugabe von Butter oder Öl.